Stoffwechselschlacken


Was kann man sich darunter vorstellen?


Im Ayurveda spricht man von AMA, was wörtlich übersetzt „unreif, unverdaut“ bedeutet.


Stoffwechselschlacken, wie man landläufig ungesunde Veränderungen von Geweben durch Ablagerungen nicht richtig verstoffwechselter Abbauprodukte bezeichnet, entstehen durch eine zu schwache Verdauungskraft oder durch falsche Ernährung. Dabei können auftreten: Trägheit, Kopfschmerzen bis hin zu Verwirrtheit, depressive Verstimmungen, eine belegte Zunge, Adipositas, Schlafstörungen, Arthrose, Entzündungen und allgemeines Unwohlsein. Manche "Entschlackungsmethoden" gehen eher radikal vor, um den Organismus davon zu befreien. Neben der Gefahr, dass der Körper von gelösten Abbauprodukten überschwemmt wird und dabei die Entgiftungsorgane überlastet werden, stören solche Kuren oft auch das feine Gleichgewicht von Körper und Geist. 


Nachhaltiger Erfolg wird eher erlangt durch eine der Person individuell angepasste, kontinuierliche Vorgehensweise bei z.B. einer ayurvedischen Fastenkur. Durch die Stärkung der Verdauungskraft und einer leichten Ernährung über einen Zeitraum von mehreren Monaten, sowie dem regelmäßigen Durchführen der Heisswassertrinkkur, wird dem Körper die Möglichkeit gegeben, sich von angesammelten Schlacken zu befreien ohne dabei von gelösten Abbauprodukten erneut belastet zu werden.


Die Nahrung hat nicht nur die Aufgabe, unseren Körper mit essentiellen Substanzen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen. Neben der Deckung des Energiebedarfs dient die Aufnahme von gesunden Lebensmitteln auch dazu, im Körper ein harmonisches Gleichgewicht zu bewahren.


Um dem Körper alles, was er benötigt, optimal zuzuführen, ist jedoch nicht nur die Qualität und die Auswahl der Nahrung von Bedeutung, sondern auch die Funktionsweise unseres Verdauungssystems und des Stoffwechsels. Denn davon hängt ab, ob die Nahrung richtig verdaut und aufgenommen wird. Die Verdauung spielt eine fundamentale Rolle in der Gesundheit. Dem Sprichwort „Du bist, was du isst“ kann eine feinere Aussage hinzugefügt werden, nämlich „Du bist, was du verdaust“.


Der persönliche Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden und die seelisch-geistige Ausgeglichenheit.  Die richtige Einordnung der Verteilung der Doshas Vata, Pitta und Kapha in Körper und Geist ist der Schlüssel zu einer stabilen Gesundheit und mehr Lebensqualität.

Aufenthalte in der Natur genießen – ob etwas Frühsport im Wald oder ein gemütlicher Abendspaziergang – danach fühlt man sich meist schon viel besser und kann Kraft und Willensstärke heranbilden für alle möglichen Projekte.


Yoga, Pilates, Tai Chi, Tanzen, Schwimmtraining, Fahrradfahren, Kampfkunst usw. wären perfekte Disziplinen, um Körper und Geist geschmeidig zu halten.


Entspannungsinseln schaffen, ausreichend schlafen, bei Bedarf musik- und kunsttherapeutischen Maßnahmen ergreifen, Meditation, eventuell sogar Selbsthilfegruppen besuchen, Körper und Geist ausreichend Zeit für Regeneration einräumen, sind einige der Säulen, die eine dauerhafte Nahrungs- und Lebensumstellung unterstützen können.


Destruktiver Stress sollte reduziert werden, indem auf ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit geachtet und versucht wird, bestehende Konflikte mit anderen Menschen zu klären, sofern dies irgend möglich ist. Manchmal scheint es ratsam, für eine gesunde Distanz zu bestimmten Menschen und Lebensbedingungen zu sorgen.

Soziale Hygiene sollte keinesfalls unterschätzt werden, wenn es um das seelisch-geistige Wohlbefinden geht. Andernfalls besteht die Gefahr, nicht gelöste Konflikte ins Unterbewusstsein zu verdrängen, welches schließlich ganz eigene Wege im Verborgenen geht, sich unserem Bewusstsein entzieht. 


Schlacken entstehen also nicht nur auf körperlicher sondern auch auf seelisch-geistiger Ebene. Nur wenn wir auf möglichst allen Ebenen aufräumen und diese sorgsam pflegen, können wir wahre Gesundheit erlangen - unter welchen Vorzeichen auch immer.


Das ayurvedische System wirkt ganzheitlich!